Enemy I – Seelenstrip im Depressive-Industrial-Metal-Gewand

Die Berliner Band ΣNΣMY I setzt auf Authentizität in Ton und Text. In einem breiten Spektrum vielschichtiger Songs verbinden sie eine kompetente und provokante Mischung verschiedener Metal-Genres mit Elementen aus dem Industrial Bereich. Das Resultat ist eine exergetisch-brisante Mischung oftmals melancholisch anmutender Songs, deren Stilrichtung sich am treffendsten als „Depressive-Industrial-Metal“ beschreiben ließe.

Abwechslungsreich und dennoch in sich stimmig lassen sich ΣNΣMY I nicht limitieren. Das bewies bereits ihre Debüt-EP „anywhere but here“ (2014).

Nun legt das Quintett mit dem ersten Full Length Album namens „Dysphoria“ nach, dessen Coverartwork von Richy Nox (Nox Interna) stammt.

Aufgenommen und produziert von den beiden Bandmitgliedern Rob und Alex Swienty in Zusammenarbeit mit Hardy Fieting DeVille (Scream Silence) im Plainsong Studio in Berlin, wo ebenfalls das Mixing und Mastering in hauptsächlicher Eigenregie durchgeführt wurden, repräsentiert „Dysphoria“ mit seinen 13 Titeln (inkl. eines Hiddentracks, der ausschließlich und exklusiv auf der CD-Version des Albums zu hören ist) ein ausdrucksstarkes, atmosphärisch-dichtes Arrangement des musikalischen Repertoires von ΣNΣM I.

Neben hart thrashend-attackierenden Songs („don’t trust“, „twinsight“, „placebo god“) umfasst „Dysphoria“ tief-depressiv düstere Klänge („a battlefield“, „some exist“, „final cut“, „spell-cast“), klassisch tanzbare Metalriffs („without undue delay“, „heartbeat decline“) und balladeske Titel („the cage“, „our demise“), in denen die Band auch mal komplett auf elektronischen Zerrsound verzichtet und stattdessen wehmütig-melodiös gespielte Akustiktöne in die Gehörgänge schickt.

Nicht nur Konzertbesucher wissen bereits, dass die Bandbreite von ΣNΣMY I damit noch lange nicht erschöpft ist, auch Soundspielereien wie das Instrumental „s.a.r.b.“ oder der Track „miss sex“, dessen musikalischer Grundstein durch das schwedische Progressive Trance Projekt Kalimax gelegt wurde, untermauern dies.

Frontmann Rob DeVille legt dem Hörer dabei seine Seele sowohl in seinen Lyrics als auch stimmlich offen, denn neben den autobiografisch gefärbten Songtexten, die dem Titel des Albums entsprechend von unterschiedlichen Missstimmungen zeugen, komplettiert sein facettenreicher Gesang von sanft-ruhig über leidvoll-düster bis hin zu aggressiv death-metalischem Growling das Gesamtpaket ΣNΣMY I.

Für Fans von Bands wie Paradise Lost, Pain, Katatonia, Zeromancer, Lord of the Lost, end of green und all jene, die auf der Suche nach einem geeigneten Soundtrack zur „dark side of life“ sind, ist diese Band nahezu ein Muss.

Band:
Rob DeVille – Vocals
Alex Swienty – Drums
Marco Neujahr – Guitars
Jay Agana – Guitars
Arthur Antagonist – Bass

Diskografie:
2014:
Anywhere but here (EP)
2015:
Dark Spy – Magazine Compilation Vol. 57 (Compilation)
Almas de Metal – Dark Collection Vol. 3 (Compilation)
2016:
GlobMetal Compilation #4 (Compilation)
2017:
Dysphoria (Full-Length Album)
Orkus! Compilation 123, Ausgabe Mai/Juni 2017 (Compilation)

Links & Kontakt:
Webseite: http://www.enemyi.com/
Facebook: https://www.facebook.com/enemyiproject
E-mail: conny@enemyi.com

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